Hinweis: Die wichtigen Ausnahmen zum Mindestlohn (Übungsleiter)

Für den Bereich des „Ehrenamts“ ist eine gesetzliche Ausnahmeregelung (§ 22 MiLoG) vorgesehen

Damit gibt es als zugelassene Abweichung von dieser gesetzgeberischen Grundsatzvorgabe mit Zahlungsverpflichtung von mindestens 8,50 € bundesweit für bestimmte Branchen (etwa die Zeitungszusteller und Saisonarbeiter) und u. a. neben Praktikanten und Auszubildenden auch diese sehr wichtige Ausnahmeregelung  für die vielen ehrenamtlich Tätigen in unseren Vereinen/Verbänden.

 Das Mindestlohngesetz selbst (BT-Drucksache 18/1558) wurde zwar ohne (mögliche) ergänzende Erläuterung und gebotenen Klarstellung, dies auch nicht in der verabschiedeten  Gesetzesbegründung, am 3. Juli 2014 so beraten und beschlossen. Da bislang relativ unklar war, was man unter ehrenamtlich Tätigen als Ausnahmeregelung zu § 22 MiLoG zu verstehen hat, wurde genau einen Tag vor der abschließenden Beratung im Bundestag der nachfolgende Beschluss vom 2.7.2014 (wörtlich) ergänzend hierzu gefasst: 

„Die Koalitions-Fraktionen sind mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales darin einig, dass ehrenamtliche Übungsleiter und andere ehrenamtlich tätige Mitarbeiter in Sportvereinen nicht unter dieses Gesetz fallen. Von einer "ehrenamtlichen Tätigkeit" im Sinne des § 22 Absatz 3 MiLoG ist immer dann auszugehen, wenn sie nicht von der Erwartung einer adäquaten finanziellen Gegenleistung, sondern von dem Willen geprägt ist, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Liegt diese Voraussetzung vor, sind auch Aufwandsentschädigungen für mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten, unabhängig von ihrer Höhe, unschädlich. Auch Amateur- und Vertragssportler fallen nicht unter den Arbeitnehmer-Begriff, wenn ihre ehrenamtliche sportliche Betätigung und nicht die finanzielle Gegenleistung für ihre Tätigkeit im Vordergrund stehen.“

Quelle: Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales, BT-Drucksache 18/2010 v. 2.7.2014


Ehrenamtliche sollen stärker steuerlich entlastet werden

Berlin. Millionen ehrenamtlich engagierte Bürger werden künftig stärker steuerlich entlastet. Der Bundesrat stimmte am Freitag einem Gesetz zu, mit dem die steuer- und sozialversicherungsfreie Übungsleiterpauschale für Ausbilder, Erzieher oder Betreuer von 2100 auf 2400 Euro angehoben wird. Die Ehrenamtspauschale, die in Vereinen Schatzmeister, Platzwarte oder Eltern für Fahrdienste bekommen, steigt von 500 auf 700 Euro. dpa


Steuerfreie Pauschale für Übungsleiter steigt ab 01.01.2013

TrainerInnen und BetreuerInnen in Sportvereinen und anderen als gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich anerkannten Vereinen,

können ab 2013 pro Jahr 2.400 Euro statt bisher 2.100 Euro als steuerfreie ÜbungsleiterInnenpauschale erhalten.


 Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für Übungsleiter „Sport im Ganztag“

Ziel dieser Aus- und Fortbildungsmaßnahmen ist es, Übungsleiter mit den Rahmenbedingungen für den Sport in der Schule vertraut zu machen und sie für ihren Einsatz in der Ganztagsschule zu motivieren und zu qualifizieren.Dabei werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, um zielgruppengerechte Bewegungs- und Sportangebote durchzuführen. Das natürliche Bewegungsbedürfnis der Kinder aufgreifend, können die Übungsleiter im Ganztag wichtige Bezugspersonen für die Kinder und deren Entwicklungsbegleiter sein. Aktuelle Trends und Erkenntnisse der Sportwissenschaft werden in den Seminaren aufgegriffen und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit den Kindern in der Ganztagsschule, die sich oft von der Jugendarbeit im Sportverein unterscheidet, vermittelt. Bewegung und Sport im Ganztag ist wichtig und die Arbeit die unsere Übungsleiter dort leisten, anspruchsvoll und bedarf einer guten Vorbereitung und Unterstützung.

 Hier gehts zu den Ausbildungsangeboten und hier zu den Fortbildungsangeboten.


Sport in Schule und Verein Informationen des Landessportbundes Rheinland-Pfalz